
Das große Ratespiel

Der Wirt begrüßt dich wie einen Stammkunden. Er ist sichtlich erfreut dich zu sehen, als du erneut den Gasthof betrittst. Beflissen fragt er dich: „Dasselbe wie immer, ein kühles Blondes?“ Schon schiebt er dir einen Humpen Bier über den Tresen. Geschäftig poliert er ein Glas und beugt sich verschwörerisch über die Theke und flüstert dir zu:
„Du bist doch wohl nicht wegen des verschollenen Socken-Goldes hier?“ Er schüttelt den Kopf und schnalzt mit der Zunge. „ Habe ich es mir doch gedacht, genauso siehst du aus. Ja, ja – ich selber habe ich dir davon erzählt, aber ich dachte doch nicht, dass du es wirklich suchen willst.“ Nun grinst er dich an und richtet sich wieder auf: „Das glaubt man nicht, schon wieder einer, der denkt, man kann auf die Schnelle reich werden!“
Ein erneutes Kopfschütteln und leises Zungenschnalzen bevor er zu den Gästen am Fenstertisch eilt.
Um mehr zu erfahren, wirst du dich wohl umhören müssen. Gut zuhören, es könnte wichtig sein, was du erfährst?
Wohin zieht es Dich?
Dem Wirt erneut auf die Pelle rücken
Der Wirt kommt zurück und schaut sich suchend um: „Du hast nicht zufällig meinen Kellerschlüssel gesehen? Ein großer alter Schlüssel aus Eisen, ein wenig verrostet ist er wohl auch schon. Ach, da ist er ja, direkt neben der Türe am Schlüßelbrett – genau da, wo er sein sollte. Er nimmt den Schüssel und steckt ihn in die Tasche seiner Schürze und brummelt:„Später muss ich wohl mal die Vorräte überprüfen, wird langsam knapp!“
Dein Blick folgt seiner Hand zum Schlüsselbrett. Am äußeren Rand des hölzernen Türrahmens ist ein Symbol tief in das Holz geritzt:
. Es ist klein und flach, fast so, als hätte es jemand absichtlich vor neugierigen Blicken verstecken wollen. Hätte der Wirt nicht nach dem Schlüssel gefragt, wäre es dir sicher nicht aufgefallen.
„Tut mir leid, dass heute so wenig los ist. Zur Mittagszeit waren noch acht Gäste hier. Drei davon mussten wieder aufs Feld und einer wurde von seiner Frau abgeholt. Vier kamen nicht aus dem Dorf. Sie sind gegangen, um sich ihren Geschäften zu widmen. Bleibt halt nur dieser kümmerliche Rest.“
Er deutet auf die kleine Gruppe am Tisch: „Der mit dem dicken Bauch und der grünen Weste ist der Bürgermeister, Max der Marder. Links daneben sitzt der Kaufmann Friedrich Fuchs, und zu guter Letzt gibt es Rudi Reh – der ist immer hier, manche sagen, der hat gar kein Zuhause. Setz dich am besten einfach zu ihnen an den Tisch.
Sollte es dir hier aber zu leer sein, ein Besuch im Dorfarchiv wäre vielleicht auch lohnenswert. Dort erfährst du dann die ganze Geschichte rund um das Sockendrama. Ganz wie es dir beliebt.“

Zu den Gästen gehen und ihnen zuhören
Die Gäste unterhalten sich über das Wetter und wie nasskalt es draußen ist – völlig untypisch für die Jahreszeit. „Dabei ist der Monat erst so viele Tage alt, wie Monde am Himmel stehen!“, murmelt Max, der Marder. Er blickt kurz in sein Bier und fährt fort: „Ich habe gehört, vor vielen Jahren war das Wetter genau so, als der alte Wirt damals Hals über Kopf und ohne Socken fliehen musste…“ Bei dem Wort Wetter wirfst du, wie alle anderen auch, einen Blick aus dem Fenster.
Dabei fällt dir auf, dass unten im Fensterrahmen etwas eingeritzt ist:
Herr Fuchs hat wohl deinen Blick gesehen und zuckt mit den Schultern: „Keine Ahnung, was das zu bedeuten hat. Das war wohl immer schon da.“ Die anderen nicken zustimmend.
„Interessieren dich eigentlich solche alten Geschichten? Willst du vielleicht wissen, wie der alte Gasthof hier zu seinem verrückten Namen kam? Vielleicht erfährst du dabei ja auch etwas über diesen Buchstaben. Falls dem so ist, gibt es nur einen Ort zu dem du gehen kannst, das Dorfarchiv.

Zum Kamin gehen um in Ruhe nachzudenken
Du trittst näher an den mächtigen, gemauerten Kamin. In den Kaminsims sind vier Vertiefungen geschnitzt. Wozu die wohl gut sind? Da du im Moment keine Antwort darauf findest, wendest du dich erst einmal dem Feuer zu.
Die Flammen knistern leise und spenden eine wohlige Wärme gegen die nasskalte Luft draußen.
Du starrst gedankenverloren ins Feuer, als du auf dem Boden genau zu deinen Füßen zwei Steine entdeckst, die völlig anders aussehen als die restliche Kaminumrandung.
Die eine hat eine ganz andere Farbe, in die andere ist folgendes Zeichen geritzt: ![]()
Außerdem sind beide Fliesen ein wenig schief eingepasst so, als könnte man sie hinunterdrücken.

Dem Mutigen gehört die Welt.
Auf welche Fliese willst du treten?
Doch bevor du dich entscheidest: Du brauchst eine dreistellige Zahlenkombination, hast du sie schon gefunden? Die Hinweise darauf sind in den Texten gut versteckt.


