Im Baumhaus

Aber da du schon einmal da bist … du weißt, wo du dich befindest? Du bist in die Tintenzeit hineingerutscht, sozusagen. Mein Name ist übrigens Fräulein Henriette Feder, aber im Dorf nennen mich alle einfach Jette.“

Die alte Eulendame lächelt dich freundlich an. Plötzlich wird sie jedoch ein wenig hektisch.

„Eigentlich habe ich gerade so gar keine Zeit für dich, ich koche nämlich.“ Sie deutet hinüber zu ihrem alten Herd, auf dem es in einem großen Kessel brodelt. Der Geruch, der herüberzieht, ist undefinierbar, aber keineswegs unangenehm. Bevor du auch nur einen Blick riskieren kannst, dirigiert sie dich charmant zur großen Türe. „Geh ruhig da hinein, schau dich um und lass dir Zeit, ich setze schon mal das Teewasser auf, denn ehrlich gesagt: Du stehst mir gerade etwas im Weg.“
Bereits im Gehen dreht sie noch einmal ihren Kopf und fügt, nachdenklich, fast schon zögerlich hinzu:

„Ich muss dich jedoch warnen. In der Tintenzeit ist die Tinte nie ganz trocken! Was das bedeutet, ist ja wohl klar! Nasse oder auch nur feuchte Tinte besitzt die wirklich sehr lästige Eigenschaft, die Geschichten einfach umzuschreiben, wenn du nicht hinsiehst.“

Da sie wohl schon öfter auf Skeptiker getroffen ist, grummelt sie noch: „Du glaubst mir nicht? Auch egal, ich habe dich zumindest gewarnt, also beklag dich hinterher nicht bei mir!“

Damit ist für Jette das Gespräch deutlich sichtbar beendet.